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Rezensionen

Gallus, der Fremde

Gallus Der Roman rundet das neue Schrifttum um Gallus ab, weil er einen neuen Ansatz aufweist. (…) Klar ist das Werk keine Biografie, die es wegen der fehlenden Urkunden und der Fragwürdigkeit verschiedener Legenden eigentlich nie gegeben hat und nie geben wird. Es ist ein Roman, der aber die vielfältigen Probleme aufzeigt, die der soziale Aussteiger auf seiner abenteuerlichen Reise in jener turbulenten und auch von Aberglauben geprägten Zeit wahrscheinlich zu bewältigen hatte.

In: Herisauer Nachrichten, 15.06.2019

In der Begegnung der Fremden mit Gallus entsteht ein Zusammentreffen von Vergangenheit und Gegenwart, stellenweise auch Wirklichkeit und Traum. Es ist ein Oszillieren zwischen Gedanken, zwischen Figuren. Das kulturelle Gedächtnis über das Leben von Gallus wird angetastet und bruchstückhaft erzählt, mit Details angereichert. Ebenso bruchstückhaft ist die Erinnerung der Ich-Erzählerin. Das kommunikative Gedächtnis in Bezug auf ihre persönliche Vergangenheit bleibt fragmentarisch.

Andrina Zumbühl in: Von Bruder Klaus‘ Entdeckung Amerikas und Gallus‘ Interviewgespräche, Universität Zürich, Frühjahr 2019

 

Die ineinander geschachtelte Erzählstruktur ist ebenso eine Herausforderung an den Lesenden wie klug konzipiertes Konstrukt der Autorin. Vormittelalterliche Vergangenheit und erlebte Gegenwart mischen sich unweigerlich wie in einem Traum. (…) Unterbrochen wird das Bild – eine narrative pictura - oft von einer zu den vielfältigen Symbolen passende, narrative subscriptio, die sich in Form von Bibelsprüchen, liturgischen Worten, Gebetsphrasen und philosophischen Weisheit manifestiert. Hetero- und homosexuelle Anspielungen und lustvolle Szenen haben ebenso Platz in den verschlungenen Geschichten wie schreckliche Züchtigungen, Aberglaube und Mord.

Margrit Zinggeler in: TRANS-LIT2, Frühjahr 2019

 

... wie die Protagonistin und ihre Wahrnehmung geschildert wird, sprach mich sehr an. Vor allem dieser magische Moment, als sie weiss, dass sie ganz bei sich ist, hat es mir angetan. „... eine Gleichmut erfasste mich, die auch blieb, als das Wasser versickerte und den Unrat und die Zerstörung enthüllte. Demut nannte es Michael.“ Und, an anderer Stelle, mein Lieblingssatz: „Demut musste auch eine Form von Freiheit sein.“

Hans Durrer in: Buckritik.at

 

Der Roman lebt von seiner Hauptfigur, diesem sperrigen Gallus, der sich nicht recht fassen lassen will und überzeugt gerade auch dadurch, durch diesen Gallus, der einem fremd bleibt, aber trotzdem ans Herz wächst.

F.E.B.M.E.Kupferschmied in:
Bookgazette

 

„Vorbilder für die Zukunft“ – Gabrielle Alioth legt mit „Gallus, der Fremde“ einen hinreißenden Zukunftsroman aus dem 7. Jahrhundert vor.

Axel Reitel in: weltexpress.de, 26.11.2018

Die Basler Autorin Gabrielle Alioth, die selbst seit vielen Jahren in Irland lebt, entwirft ein einfühlsames Lebensbild des Wandermönchs. Behutsam tastet sie sich an den legendenumwobenen Heiligen heran und macht dabei auch offene Fragen sichtbar.

Felix Münger in: Radio SRF1, Buchzeichen, 20.11.2018

 

Geträumte Interviews mit Gallus

Bettina Kugler: in St. Galler Tagblatt, 23.10.2018

 

Gabrielle Alioth (...) hat in ihrem Roman Gallus, der Fremde nicht einfach ein mögliches Abenteuer nacherzählt, die Legende eines «Heiligen» noch einmal bis zur Unkenntlichkeit aufgeblasen, was in der Vergangenheit immer wieder passierte. Sie hat stattdessen Fragen gestellt, einem Leben, einem Entscheid, einer Reise ins vollkommen Ungewisse nachgefühlt und nachempfunden. (...) Alioth zeichnet weniger ein Leben nach, als das, was aus den Konsequenzen einer Entscheidung entsteht.

Gallus Frei-Tomic in: Saiten, 18.10,2018

 

Gabrielle Alioth machte den umgekehrten Weg wie Gallus. In ihrem neuen Roman, einer Geschichte auch über Migration, sieht sie trotz der Jahrhunderte zwischen Gallus und ihr allerlei Parallelen.

Wolfgang Bortlik in:  20 Minuten, 09.10.2018

 

Denn Gabrielle Alioths Kunst besteht auch in diesem Roman darin, das Netz aus Themen und Motiven, Taten und Träumen, Schuld und Rachewünschen, in dem die Figuren festhängen, geduldig und behutsam zu knüpfen. (... Die Erzählerin) kommt dem Leben neu nahe und begreift, dass Liebe, Schmerz und Tod mit Rationalität nicht zu durchdringen sind.

Verena Stössinger in: Programmzeitung, Oktober 2018

In «Gallus, der Fremde» begegnet die Erzählerin dem heiligen Gallus, jenem Wandermönch, der angeblich in Irland geboren wurde und als Gründer des Klosters St. Gallen gilt. Der Mönch und die Frau auf einer Zeitreise, die Vergangenheit in der Gegenwart entbindend.

Christine Richard in: Basler Zeitung, 17.08. 2018



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