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Rezensionen

Die Überlebenden

GallusDie Briefe einer Tante an ihren im Ausland lebenden Mann aus den 1930er und 40er Jahren, ein in die USA verschwundener Cousin und die Erinnerungen an ihren Großvater nimmt die Autorin zum Ausgangspunkt ihres Romans, in dem die Figuren "von der Realität befreit" eine Geschichte der Prägungen, der Schuld, des Schweigens erzählen. Kunstvoll webt Gabrielle Alioth die verschiedenen Zeitebenen ineinander, indem sie durch die Erinnerungen ihrer Protagonisten mäandert. Raupen mit ihrer Fähigkeit zur totalen Verwandlung sind ein Symbol, das dem Roman unterliegt - der jüngsten Enkelin des Familienpatriarchen scheint die Befreiung zu gelingen. (…)
Ein dichter und bewegender Roman, raffiniert komponiert, mit präziser Figurenzeichnung - große Empfehlung!

Petra Lohrmann in: Gute Literatur – Meine Empfehlungen

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Ein spannender Roman, der auf nachdenklich stimmende Weise von den schwierigen Orientierungsversuchen und verlorenen Hoffnungen der Menschen in unserem Jahrhundert erzählt. (…) Die Schweizer Autorin zeichnet auf eindrückliche Art die tiefsten Abgründe des Lebens und versteht es ausgezeichnet, die Probleme in ihrer zeittypischen Verflechtung erzählend zu vergegenwärtigen.

Günther Freund in: Samerberger Nachrichten , 10. Januar 2022

 

Der Roman schliesst damit an die letzten Werke der vielseitigen, historisch kundigen und emphatisch engagierten Autorin an, die sich auch schon der Schweiz und der eigenen Biografie zuwandten; und trotz seiner Schwere hat er den Schmetterling als Leitmotiv (und Coverbild). Die Verwandlung der Raupe in einen Falter, sagt Vera, ist «wie ein Kampf». Aber er ermöglicht ihm schliesslich das Fliegen.

Verena Stössinger in: Programmzeitung, Januar 2022

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Die Autorin entwickelt diese Familiengeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, in vielen Sprüngen, wie ein Puzzle. Sie schreibt unglaublich ruhig, ist überhaupt nicht auf Dramatik aus (…) ein berührender Roman.

Elisabeth Mair-Gummermann in: ekz-Informationsdienste, 20.12.2021

 

„Die Überlebenden“ ist keine Unterhaltungsliteratur. Auch kein Roman, der eine Geschichte linear nacherzählen will. So wie es im Nachdenken über die eigene Familiengeschichte nie um eine Chronologie der Ereignisse geht, mischt Gabrielle Alioth die Ereignisse so, wie sie dem Nachdenken darüber erscheinen. (…). Gabrielle Alioth zeichnet in einer verdichteten Sprache, im Mäandern zwischen Briefen, Erinnertem und Erdachtem. Sie legt ein Mosaik aus Stücken zusammen, die erst aus der Distanz, nicht zuletzt aus der zeitlichen Distanz eine grosse Ordnung ergeben. Mag sein, dass die Lektüre nicht so einfach flutscht. Aber Wahrheiten flutschen selten.

Gallus Frei in: Literaturblatt.ch, 20.Dezember 2021 Link:

 

Die eine Wahrheit, die gibt es nicht. Dass sie Fehler gemacht haben, dass sie sich auf die eine und andere Weise schuldig gemacht haben, das müssen sich aber alle drei Figuren eingestehen, die im Zentrum dieses Romans stehen. Mina, Max und Vera. Wie schon in früheren Büchern erzählt Alioth in Die Überlebenden auf mehreren Ebenen. Sie nimmt ihre Leserinnen und Leser mit in verschiedene Köpfe, Generationen und Jahrzehnte, in die Backstube und den Vietnamkrieg. Verbindende Elemente dieser Familiengeschichte sind Schweigen, Missbrauch und Unterdrückung.

Katharina Brenner in: Saiten, 23.11.2021 Link:

 

Gabrielle Alioth hat ein nachdenkliches und vielstimmiges Buch geschrieben, in dem sie konventionelle und unkonventionelle Lebensläufe gegen einander hält.

Bernadette Conrad in: SRF2, 29.10.2021

 

Sexuelle Gewalt, Sadismus, das Dulden und Schweigen der Frauen, auch wenn es um ihre eigenen Kinder geht: Es ist ein bedrückendes Bild, das der Roman auf eindrückliche Art zeichnet. Und die Frage stellt: Kann es gelingen, dieser «Erbschuld» zu entkommen?

Bernadette Conrad in: St. Galler Tagblatt et al. 23.10.2021

Die ausführliche Rezension auch hier zum nachlesen

 

 

 

 

 

 

 



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