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Rezensionen

Die entwendete Handschrift

HandschriftGekonnt verknüpft die 1955 in Basel geborene Gabrielle Alioth Familiengeschichten und Wissenschaftsdispute zu einem packenden Roman über menschliche Eitelkeiten. Sie schreibt erfreulich gradlinig und bildstark, in dem sie vor allem die Stadt Basel in einem besonderen Licht zeichnet. So kann man das Buch auch als psychogeografischen Reiseführer lesen.

Wolfgang Bortlik in: 20 Minuten, 5. April 2016

Beim Lesen lässt es sich lässig durch die Stadt flanieren. (...) Auch Einblicke in Villen, ihr Interieur und Innenleben (...) Das liest sich gut weg.

Christine Richard in: Basler Zeitung, 15. April 2016

Sie erzählt straff und pointiert von Ehrgeiz, Kälte und Lügen, von Fassaden, Standesgrenzen und Abgründen, von einem Handschriften-Diebstahl und einer kühnen Fälschung (...) Und sie mischt dabei in bester Doku-Fiktion-Manier souverän die Ebenen. (...) Laura hat viel Ähnlichkeit mit ihrer Autorin – und nicht zuletzt diese Doppelungen machen Gabrielle Alioths neuen Roman zum flirrend spannenden Leseabenteuer.

Verena Stössinger in: bz 18. April 2016

 

Nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein entblössendes Sittengemälde des selbstbezogenen Basler Patriziats.

Buchtip, Coopzeitung 16. Mai 2016

 

Ebenso reizvoll wie Lauras Spurensuche an vertrauten Schauplätzen – die Alioth knapp, präzise und sehr lebensecht erfasst – ist ihr Blick auf den „Daig“, den sie sich aus der Distanz erlauben kann. (...) ein fesselnder, klug komponierter Roman, der überdies zwei Methoden die Vergangenheit zu verstehen, miteinander konfrontiert: hier die Erforschung und Deutung historischer Quellen, dort die literarische Erfindung.

Bettina Kugler in: St. Galler Tagblatt 15. Juni 2016

 

Eine mehrere Generationen betreffende Familiengeschichte um Eifersucht, Neid, Dünkel und gesellschaftliche Akzeptanz ...

Armin Jetter für den Borromäusverein, Juni 2016

 

Gabrielle Alioth erzählt eine bis zur letzten Seite spannend bleibende, noch nicht zuvor gekannte Geschichte, deren Verwicklungen - wie die Vergangenheit, laut Laura Merak - stets Funktionen der Gegenwart sind.

Axel Reitel in: tabula rasa- Zeitung für Gesellschaft und Kultur, Juli 2016

 

Dezent zeichnet Gabrielle Alioth ein kritisches Sittenbild des Basler «Daig». Der Roman ist als eine Art Wissenschaftskrimi auf eine unspektakuläre Art spannend, solid erzählt und profitiert vom gut getroffenen Lokal-Esprit.

Urs Hangartner in: kulturtipp 24/2016 vom 10.11.2016

 

Eine glänzende Leistung von Gabrielle Alioth ist dieser Roman: weder allein historischer Roman noch „Krimi“ oder akademischer Roman, weder Liebes- noch Trennungsroman, sondern alles zusammen, eine Kombination, deren menschliches Hirn und Herz fähig sind, sowohl auf seiten der Charaktere als auch ihrer Erschafferin.

Irmgard Hunt in: TRANS-LIT2, Herbst 2016

 

Wie es sich anfühlte, nicht dazuzugehören, berichtet sie in einer plakativen Abrechnung, deren heimliche Protagonistin Basel ist: Die Streifzüge beschreiben Sehens- und Wissenswertes der Stadt, die wir und in der alle sich zu kennen glauben, und bergen dabei die Erkenntnis: Solvitur ambulando. Es löst sich durchs Gehen, auch durch das Weiterbewegen der Lesenden und Deutenden. Fakten, so der rechthaberische Professor, schwimmen wie Fettaugen auf der Suppe der Zeit, die Aufgabe – und hier sind Historiker und Erzählerin ein untreugleiches Paar – ist es, sie je neu zusammenzusetzen.

Nana Badenberg in: Programmzeitung, Basel, Dezember 2016



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