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Rezensionen

Der prüfende Blick

Das Buch deckt so viele verschiedene Interessen ab, dass es in keiner Bibliothek fehlen darf.
(Barbare E. Hediger in SBD Bibliothekservice ag)

Alioth beweist mit ihrem clever komponierten Buch – es ist ihr sechster Roman – den Mut, auf einfache Antworten zu verzichten. Damit tut die 51-jährige Autorin dem Genre der biographischen Erzählung Ehre an. Und am Ende ihres jüngsten Werks wartet sie mit einer Pointe auf die Leserinnen und Leser.
(Serge Kuhn, im Bündner Tagblatt 6.2.2007, Südostschweiz 21.2.2007 und Zürcher Oberländer)

Obwohl das Buch im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, verwendet Gabrielle Alioth eine moderne und einfache Sprache. Vorsichtig nähert sie sich der Malerin, lässt Freiräume für Interpretationen und die Fantasie, und schafft es doch gleichzeitig, ein farbiges, konkretes Bild von Angelica Kauffmann zu vermitteln, ohne sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Damit ist es Gabrielle Alioth gelungen, mit ihrem Roman das Interesse des Lesers an dieser ungewöhnlichen Frau zu wecken.
(Olga Hochweis, in Deutschlandradio Kultur, 7.2.2007)

Das ist ein amüsantes, klug konstruiertes, sprachlich angepasst gestaltetes und auch bei allen schon bekannten Fakten niemals ermüdendes Spiel.
(Christa Dietrich in Vorarlberger Nachrichten, 10.2.2007)

Kurz, ein schillerndes Frauenleben
(Schweizer Illustrierte, 12.2.2007)

Alioth tut das wie stets perspektiven- und facettenreich – und ohne jene falsche Vertraulichkeit, die bei romanhaften Biografien oft so peinlich wirkt. Im Gegenteil: Die Malerin steht zwar im Zentrum des Buches, doch wird sie durchwegs aus kunstvoll konstruierter Distanz betrachtet und tritt passagenweise so sehr zurück, dass „Der prüfende Blick„ durchaus auch den Untertitel „Roman über Angelica Kauffmann und ihre Zeit„ verdient hätte. (Valentin Herzog in der Basler Zeitung, 14.2.2007)


Die spannende Roman-Biografie zeichnet ein Bild der politischen und kulturellen Situation jener Zeit. Vor allem aber gibt sie eine Vorstellung von Kauffmanns Werk. Wer es noch nicht kennt, wird sich nach der Lektüre dafür interessieren.
(Barbara Waldvogel, in der Schwäbischen Zeitung, 14.2.2007)

Gabrielle Alioth kann dank dieses Erzählens auf vielen Ebenen die Malerin Angelica Kauffmann in verschiedenen Lebensaltern darstellen. Sie kann elegant und aus nächster Nähe die Begegnungen etwa mit Heinrich Füssli in London oder mit Goethe und Herder in Rom schildern. Und sie kann die unterschiedliche Bewertung ihrer künstlerischen Arbeit einflechten. (...) Die Autorin greift heraus, was ideengeschichtlich interessant ist. Das wiederum macht eine der Stärken dieses Buches aus. (...) Zweifellos sieht das literarische Porträt Angelica Kauffmann ähnlich, vollkommener ist es in seiner reflektierten Haltung zum Abbilden: Es verweigert gefällige Reproduktionen ...
(Eva Bachmann, im St. Galler Tagblatt, 26.2.2007)

Diese Autorin ist mutig. Sie schreibt ein Buch über eine historische Figur, die selbst kein einziges Mal aktiv in Erscheinung tritt. Nur in den Erinnerungen und Sehnsüchten anderer kommt Angelica Kauffmann, deutsche Malerin im 18. Jahrhundert, vor.
(Tina Uhlmann in der Berner Zeitung, 8.3.2007)

Entstanden ist ein ungewöhnliches Buch über eine ungewöhnliche Frau. (Wertung: 4 Sterne, beeindruckend)
(Schweizer Familie, Nr. 14, 5.4.2007)

Die Frage nach der Identität steht im Zentrum dieses Buches (...) Wer sind wir, wie sehen wir uns, wie sehen uns die anderen? (...) Die Frage, die uns ein Leben lang beschäftig, und ich glaube, sie ist der Hauptgrund, warum mich dieses Buch so fasziniert.
(Klara Obermüller, in DRS1, Siesta 6.4.2007)

Eine Meisterleistung der intimen Recherche.
(Martin R. Dean, privater Brief, April 2007)

Nur sehr vorsichtig entfernt sich der Roman vom Dokumentarischen in der Ausweitung der Gefühle und Verflechtung familiärer Beziehungen. Er bietet den Lesern zwar hie und da überraschungen, aber sein eigentlicher Reiz besteht im Einblick in Praxis und Theorie, Kunst und Kultur des ausgehenden 18. Jahrhunderts, vorgestellt in einer leserfreundlichen und präzisen Sprache. (...) Man wird das Werk der Angelica Kauffmann nach dieser Lektüre besser verstehen und höher einschätzen.
(Ruth Klüger in Die Welt, 21. 4. 2007)

Gabrielle Alioth hat ein fesselndes Buch über Angelica Kauffmann (1741-1807) verfasst und hinterlegt mit ihm Zeugnis umfassender Forschung und gekonnten Schreibens. (...) Gabrielle Alioth hat die große Arbeit vollbracht, die Kapitel, die Rollen, die Gestalten miteinander zu verknüpfen, die Ereignisse zu verweben. Es war eine Kunst, das „Mädchen mit dem Malerkittel„ (47) aus dem 18. Jahrhundert und seine Lebens- und Malereigeschichte für ins heutige auf quasi-fiktive, einfühlsame Weise auferstehen zu lassen. (...) Das ist gelungenes Romanschreiben.
(Irmgard Hunt, in TRANS-LIT2, Vol. XIII/No.1, Frühjahr 2007)

Biografisches imaginieren – und doch der Hauptperson konsequent fernbleiben: Mit der Wahl dieser Perspektive hat sich Gabrielle Alioth keine einfache Aufgabe gestellt. Auf der sprachlichen Ebene meistert die Autorin die Herausforderung durchwegs mit gereiftem Handwerk. Trotz den unterschiedlichen Zeugenberichten und Quellen ist der Erzählduktus homogen, immer wieder überrascht die natürliche Leichtigkeit, mit der die Gedanken des Ich-Erzählers und Berichte Dritter ineinander verzahnt sind.
(Sibylle Birrer , in der NZZ, 9.5.2007)

Für kunst- und kulturgeschichtlich Interessierte gleichermaßen ein sehr empfehlenswertes Buch. Passend zum zweihundertsten Todestag der Malerin veröffentlicht.
(Stefanie Preiner, österreichisches Bibliothekswerk, Juni 2007)

Die Autorin Gabrielle Alioth skizziert die Lebensgeschichte der großen Malerin mit leichter Hand und feinem Humor, eingebettet in den historischen und gesellschaftlichen Rahmen der Zeit, den sie vergnüglich und spannend zu schildern versteht. (...) Gabrielle Alioth hat Angelica Kauffmanns Leben gut recherchiert, doch sie bewahrt Distanz, lässt sie nicht selbst auftreten, sondern andere erzählen. Durch diesen Kunstgriff entsteht das imaginäre Bild einer bewundernswerter Frau und Künstlerin, die ihr Geheimnis bewahrt, wie ein Gemälde.
(Dorothea Breit, in Mosaik, WDR3, 17.7.2007)



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